Deutsche Kommunale Wappenschau
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Am Großen Bruch

Blasonierung : „In Silber eine blaue Wellenleiste; oben vier an den Halmenden zu einer Garbe zusammengebundene rote Kornähren, unten auf gebogenem silbernem Schildgrund eine zweitürmige rote Klosterkirche mit Dachreiter und sieben Rundbogenfenstern.“

Die räumliche Teilung des gleichnamigen ehemaligen Sumpfgebietes prägt hier die heutige Landschaft und wird durch die blaue Wellenleiste wiedergegeben. Somit steht die Wellenleiste gleichzeitig als Sinnbild für das Große Bruch, das auch der Gemeinde ihren Namen gegeben hat. Die Tingierung Rot - Silber orientiert sich sowohl an den Farben des ehemaligen Bistums Halberstadt, zudem alle Gemeindeteile und auch das Kloster in Hamersleben einst gehörten, als auch an den Farben der bestehenden historischen Ortswappen, die mehrheitlich diese Farbkombination zeigen. Die Ähren sind sowohl als Symbole für den besonders fruchtbaren Bördeboden der Umgebung zu sehen als auch in ihrer Zahl symbolisch für jeden der vier Ortsteile. Nebenher besteht eine gewisse historische Kontinuität darin, dass auch im Wappen der vorhergehenden Verwaltungsgemeinschaft die Kornähren eine tragende Rolle spielten. Der sie umgebende Ring steht für den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden. Das unten dargestellte Bauwerk stellt das Kloster St. Pankratius in Hamersleben dar. Dieses Kloster ist für die Region von entscheidender Bedeutung und war baugeschichtlich bzw. gesellschaftlich in seiner Blütezeit bis weit über die heutigen Landesgrenzen bekannt, genoss sogar europaweite Ausstrahlung.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Marc-Robert Wistuba aus Halle gestaltet und durch den Landkreis Börde genehmigt.

 

Genehmigungsdatum: 22. Mai 2012

Wappenrollennummer: 2/2012

 

Quelle: Dokumentation Genehmigungsunterlagen Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt

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