Deutsche Kommunale Wappenschau
Deutsche Kommunale Wappenschau

Lüderitz

Stadt Tangerhütte

Blasonierung : „Gespalten und halb geteilt; vorn am Spalt in Silber ein halber roter Adler, golden bewehrt und gezungt, hinten oben in Silber ein roter Anker mit Ring, hinten unten in Rot ein silberner Wellenbalken.“

Nicht nur mit der Tingierung wollte die ehemalige Gemeinde ihre Verbundenheit mit der Altmark ausdrücken, sondern auch mit der Aufnahme des märkischen Adlers am Spalt auf die historischen Wurzeln mit der Mark Brandenburg. Außerdem soll der Adlerflug des Adlers auf die Familie derer von Borstell anspielen, die in dieser Gegend ansässig waren und in ihrem Wappen Adlerflüge führten. So soll der Adlerflug stellvertretend für den Ortsteil Groß Schwarzlosen stehen.

Der Anker ist dem Familienwappen derer von Lüderitz entnommen und steht stellvertretend für den namengebenden Ortsteil der ehemaligen Gemeinde. Der Anker geht auch auf die Bezeichnung „Lüderitz“ ein. Sie ist slawischen Ursprungs – der Ort war ursprünglich von den westslawischen Wenden besiedelt – und eine Zusammensetzung aus den Wörtern lude = Schiff und rece = Fluss, was darauf schließen lässt, dass der Tangerbach, an dem der Ort liegt, früher wohl schiffbar gewesen sein muss.

Der Wellenbalken soll für den Ortsteil Stegelitz stehen und auf den Tanger verweisen, der auch für die anderen beiden Ortsteile von Bedeutung ist und diese tangiert. Außerdem steht er für die sehr schöne naturnahe Umgebung der Tangerniederung.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Thomas Rystau aus Hundisburg gestaltet und durch den Landkreis Stendal genehmigt.

 

Genehmigungsdatum: 20. Mai 2010

Wappenrollennummer: 21/2010

 

Quelle: Dokumentation Genehmigungsunterlagen Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Deutsche Kommunale Wappenschau