Deutsche Kommunale Wappenschau
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Brandenburg

Blasonierung: „Das Landeswappen zeigt auf silbernem Schild einen nach rechts blickenden, mit goldenen Kleestengeln auf den Flügeln gezierten und gold bewehrten roten Adler.“

Am 3. Oktober 1990 wurde das neue Land Brandenburg als föderales Glied der Bundesrepublik Deutschland gebildet. Bereits im Vorfeld wurde über sein Wappen ebenso engagiert wie kontrovers debattiert. Im August 1990 hatte eine Arbeitsgruppe ihre Tätigkeit aufgenommen, die beauftragt war, in Vorbereitung der Neugründung des Landes einen Gesetzentwurf über Wappen, Flagge und Siegel zu erarbeiten. Sie legte den Entwurf eines Hoheitszeichens vor, das in der friedfertigen Form des Adlers - also ohne Beigaben Kurhut, Schwert, Zepter und Brustschild mit Kämmererstab - auf seine älteste Form aus dem 12. Jahrhundert zurückgriff. Diese älteste Form tritt erstmals 1170 in einem Standbildsiegel des Askanier Otto I., des Sohnes von Albrechts des Bären, auf. Weniger strittig als das Wappen war die künftige Landesfahne. Klar war, dass sie die traditionellen Farben rot und weiß enthalten müsste. Wegen des besseren Kontrastes zu anderen gleichfarbigen Flaggen hat der Gesetzgeber entschieden, den roten Adler auch zu einem Bestandteil der Landesfahne zu machen. So steht es im Hoheitszeichen-Gesetz vom 30. Januar 1991, das bei nur zwei Stimmenthaltungen von den Abgeordneten des Landtages Brandenburg einstimmig angenommen wurde.

Das Wappen wurde am 30. Januar 1991 durch den Landtag beschlossen.

 

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